Kunstverein Düsseldorf: Guillaume Leblon
Rauminstallation mit Gips-Wandbauplatten
Ein weißer Kubus aus Gips schiebt sich massiv zwischen die Räume des Düsseldorfer Kunstvereins. Die eigens für die Ausstellung konzipierte architektonische Form aus Gips-Wandbauplatten bildet das Bindeglied zwischen verschiedenen Skulpturen, Objekten und Filmprojektionen des französischen Künstlers Guillaume Leblon.

Seine sublime und poetische Formensprache weist auf die abstrakten Tendenzen der Moderne, wie sie in Architektur und Baukunst zu finden sind, und deutet mit dem Einsatz von puren und natürlichen Materialien wie Gips, Holz, Kupfer und Leder gleichzeitig auch auf Minimal Art und Land Art.
Der Werkstoff Gips – in Bildhauerei und Architektur Synonym für edle Formen, Körper und Stukkaturen – deutet in den gezeigten Arbeiten auch auf Häusliches und Alltägliches. So sind die Projektionen und das Sichtbarmachen von Raumvorstellungen, die sich der Mensch erschließt, wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Arbeit. Die Wahl von Gips-Wandbauplatten kommt bei dieser Installation nicht von ungefähr: Architekten schaffen mit Wänden aus massivem Gips hochwertige Trennwände, die im Alltag der Bewohner durch robuste Oberflächen überzeugen und damit Sicherheit vermitteln. Selbst nach kompromissloser Gewalteinwirkung – hier seitens des Künstlers selbst – bleibt die innere Kraft der Wand erhalten.
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