Unternehmen | Presse | Kontakt | Impressum | Sitemap
Logo vg-Orth
Startseite

Austrocknung und Winterbau

Nach dem Putzen ist für eine gute Querbelüftung zu sorgen, damit die Feuchtigkeit ungehindert abziehen kann. Dabei ist auch die Baufeuchte zu berücksichtigen, die eventuell durch nachfolgende Gewerke noch erhöht wird.

Damit eine verarbeitungsgerechte Temperatur auch an den Bauteiloberflächen sichergestellt ist, sollten die Räume in kalten Wintern mindestens 3 bis 4 Wochen vor dem Verputzen aufgeheizt und gründlich gelüftet werden. Bei Beton als Putzgrund sind bis zum Beginn der Putzarbeiten in der Regel mindestens 60 frostfreie Tage nach dem Entschalen abzuwarten. Es sei denn, die Feuchtigkeit des Betons ist nachweislich bereits vorher auf einen Masseanteil von höchstens 3,0 % abgesunken (Prüfung z.B. mit dem CM-Gerät).

Sinterhautbildung auf Gipsputzflächen

Unterbleiben Belüftung und Abfuhr der gesättigten Luft – und das gilt besonders beim Winterbau –, wird der Feuchtetransport innerhalb der Putzschicht hin zur Putzoberfläche gebremst und somit die Geschwindigkeit des Abtrocknens der gesamten Putzschicht herabgesetzt. Die Folge: Das im Putzgips enthaltene Kalkhydrat wird gelöst und setzt sich an der Putzoberfläche ab. Es reagiert dort mit dem in der Raumluft befindlichen Kohlendioxid zu Calcit. Im weiteren Verlauf bildet sich so eine dichte, feuchtigkeitsundurchlässige Schicht, die so genannte Sinterhaut, die den Trocknungsverlauf verhindert.

Eine vorhandene Sinterhaut lässt sich leicht durch eine Benetzungsprobe identifizieren. Wird das Wasser nicht von der Putzschicht aufgenommen, sondern perlt sofort ab – manchmal auch nur partiell –, ist dies ein sicherer Hinweis auf eine Sinterschicht, die sofort entfernt werden sollte.



mehr zum Thema Service > Publikationen > MultiGips Putzsysteme


Praxistipps zu folgenden MultiGips Produkten: Maschinenputzgipse, Handputzgipse, Dünnlagenputzgipse, Spachtelgipse, Putzdicken, Anschlüsse/Details und Flächentemperiersysteme.